Zu langsam oder zu schnell

A | 27 Jun 2015

Die Liebe zu Land und Leute, wie es Fontane beschreibt, haben wir mitgebracht. Vermeintlich. Oder ist es noch die Liebe aus dem kleinen Nachbarland welches sich im Norden an Kroatien anschließt?

Zu Beginn waren wir nicht ganz davon überzeugt. Mittlerweile jedoch, nach einigen Tagen, stellen wir fest, daß das touristisch doch sehr erschlossene Land so manches zu bieten hat. In den größeren Städten und kleinen Dörfer, in denen der Anteil der Einheimischen überwiegt, kann man am Leben und Alltag noch ein wenig teilhaben.

Im südlichsten Zipfel Istriens befindet sich eine größere Hafenstadt, deren Lage die Römer offensichtlich schon zu schätzen wußten. Ihre über 1000 Jahre alte Arena, sowie Teile von Tempeln stehen heute immer noch. Die Arena wird auch heuer noch kräftig bespielt. So auch an dem Wochenende an dem wir Pula besuchten. Musikantenstadl ist angesagt.

Einige tausend Jahre später waren die Italiener offensichtlich noch einmal da. Diesmal bauten sie wunderschöne Wohnhäuser mit fantastischen Fassaden, Balkonen und Fensterläden. Schlendert man durch die Stadt erinnert es einen auch ein Stück weit an Wien. Die Österreicher waren ja auch mal hier…

 

Natürlich trifft man in einer großen Stadt auch auf Nichteinheimische. Ein vollbepacktes Rad der Fahrad- Manufaktur viel uns ins Auge. Anhand der Gepäcktaschen eines bekannten Hamburger Unternehmens und dem Fahrradhersteller konnte es sich ja eigentlich nur um einen Landsmann handeln.

René ist seit Mai per Rad unterwegs und genießt gerade seinen Kaffee und Zigarette als er nebenbei ein Quartier für die Nacht sucht. Laut seinem Blog, www.reneradelt.wordpress.com, befindet er sich jedoch noch in Bayern. Das kennen wir… Viel ist er schon gereist. Oft war er in Marocco und nennt sogar zwei Esel die seinen. Marocco – unser geplantes Winterquartier. Ob er es bis dahin schafft?

Emily und Alex aus Schottland, die direkt neben uns auf dem Parkplatz stehen haben sich wie wir für die überdachte Variante zum Reisen entschieden. Beide sind seit April unterwegs und der Meinung sie seien zu langsam, als wir ihnen von unsere Route erzählen. Vielleicht sind wir aber auch zu schnell? Ihr Haus haben sie verkauft und wohnen nun in ihrem Bus. Gerade war die Familie zu Besuch und gemeinsam hat man ein paar Tage in Pula verbracht. Wo es hingeht steht noch nicht ganz fest. Ski haben sie auch mit. Für den Winter in Frankreich. Im August sind sie am Ballaton verabredet. Gut organisiert…

Es tut gut auf „Gleichgesinnte“ zu treffen und sich auszutauschen. Über den „Alltag“, über Träume, Wünsche und Ziele …

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