Maria aus Csapod

A | 29 Mai 2015

In der Nähe vom Hausberg passierten wir die Grenze zu Ungarn. Just an dieser Stelle wo die Selbigen diese vor über 20 Jahren geöffnet hatten und vielen somit den Weg in die gewünschte Freiheit gewährten. Ein wenig Gänsehaut bekamen wir schon.

Auf idyllischen Straßen landeten wir in Sopron. Wir nutzen die größere Stadt um Paprika und anderes zu erwerben.

Der Tag neigte sich dem Ende. Wie schnell die Zeit manch einmal vergehen kann wenn man mit Eindrücken sammeln beschäftigt ist. Wir begannen auf kleinen Dorfstraßen  die Suche nach einem Platz für die Nacht. Irgendwann, die Abendsonne hatte schon einen roten Schimmer,  landeten wir auf einer großen Wiese am Ende einer kleinen Straße. Wir erkündigten uns bei den Bewohnern des vorletzten Hauses ob wir die Nacht über stehen könnten und ob es sie stören würde. Als wir unsere Stühle aufstellten um die untergehende Sonne zu genießen stand plötzlich eine kleine zierliche und schüchtern wirkende Frau vor uns. Sie stellte sich uns als Maria vor. Sie war die Bewohnerin bzw. Besitzerin des letzten Hauses an der Straße. Dieses wiederum ist ein Zeltplatz bzw. Pension für Fahrradfahrer mit einer riesigen Wiese. Sie gab uns zu verstehen, dass wir uns auf ihre Wiese stellen sollten. Sie entschuldigte sich, als sie die Türen zu den Toiletten und Duschräumen aufschloss, das es noch kein warmes Wasser gebe. Die ersten Gäste erwarte sie erst im Juni. Jetzt sei noch geschlossen. Das sei für uns kein Problem und wir wollten wissen, was wir ihr schuldig sind. Nichts erwiderte sie. Es sei ein Geschenk. Etwas verlegen nahmen wir dieses an und bedankten uns. Es stellte sich heraus, das die Familie vom vorletzten Haus Maria angerufen hatte und sie extra zu Ihrer Pension gekommen ist um uns Einlass zu gewähren.

Es gibt sie, Menschen die anderen gerne helfen ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Danke.

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