Grappa aus Sarche

A | 17 Nov 2015

Er hatte auch mal so einen. Damit meinte Orello unseren Bussi als wir in Rom auf dem Campingplatz anrollten. Wie Italiener eben so reden, mit Händen, Mimik und wenigen Brocken Englisch, erklärte er mir, dass er ihn aber selber ausgebaut habe. Nun aber sind schon einige Jahre ins Land gegangen und er habe sich ein anderes Mobil zugelegt.
Orello und seine Frau Julia wohnen in der Nähe von Triest und haben die Zeit, die sie reichlich zur Verfügung haben da sie im Ruhestand sind, genutzt um ihre Hauptstadt zu besuchen.
Gemeinsam steht man nun in Sichtweite auf dem Platz, grüßt sich, lächelt und erkundet die ewige Stadt.
Am letzten Tag suchte Orello noch einmal das Gespräch. Mit einem Umschlag in der Hand versucht er mir (vermeintlich) eine Mitgliedschaft in einem italienischen Caravanclub für drei mal 16,00 € zu verkaufen. Nach vielen Handbewegungen, Stirn auf und ab bewegen, erschließt sich mir sein Angebot. Er, Mitglied in einem Caravanclub, hat drei Gutscheine übrig mit denen die Übernachtung nicht 27,00 € sondern nur 16,00 € kostet. Da er sie nicht mehr nutzen kann dachte er an uns und wollte uns ein wenig beim sparen helfen. Ob es an unserem Bussi lag? Ich willige ein und wir sparen somit ein wenig Geld.
Kurz bevor wir losdüsen wollen eilt Orello noch einmal herbei und überreicht uns eine kleine Flasche Grappa. Dieser stamme von seinem Schwiegersohn, welcher den besten Grappa produziert. Na dann, Salute Orello und Julia. Danke.

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