Bis zum dritten Treff

A | 3 Aug 2015

Land und Leute kennenlernen. Ist eine der Antworten, wird man gefragt warum man reist. Gleichwohl ist es auch die Antwort wenn man Gleichgesinnte fragt.

Schnell stellt man fest, dass es die Begegnungen mit Reisenden sind, die einem Land und Leute auch näher bringen. Man tauscht sich aus über bereits bereiste Orte, Plätze und Länder. Sammelt Eindrücke und kann aus den Erfahrungen anderer lernen.

Viele schöne Begegnungen durften wir bereits erfahren. Sei es mal für einen kurzen Augenblick, bei einem guten Glas Wein, beim Abwasch, bei stundenlangen Gesprächen im stehen oder gleich an verschiedenen Orten mit ein und den selben Menschen.

M. und G. aus Bonn sind beispielsweise solche lieben Menschen, denen wir zufällig gleich zwei mal begegnet sind. Ein sehr mobiles Pärchen, die Arbeitswelt seit einigen Jahren bereits verlassen, sind sie jedes Jahr für viele Monate mit ihrem Tandem-Wohnwagen in der Welt unterwegs. Viele Orte haben sie bereits entdeckt und vieles gesehen. Vieles gibt es da zu erzählen. Die Beiden begegneten uns als sehr herzliche, offene und in sich ruhende Menschen. So daß bei der zweiten Versbschiedung dann doch etwas Wehmut aufkam, als sie zum nächsten Ziel weiterreisen. In einem fremden Land, an gleich zwei fremden Orten mit den Beiden gemeinsame Stunden verbracht zu haben war ein schönes Gefühl. Aller guten Dinge sind drei. So sagen wir ‚Auf Wiedersehen‘ und sind gespannt…

Aber nicht nur die Begegnung mit M. und G. bleibt im Gedächtniss. Stellvertretend viele weitere und schöne Begegnungen.

So auch die Einladung auf ein Glas Wein von J. und E. aus Salzburg. Man bemerkte gar nicht, wie schnell die Zeit an diesem Abend verging so angenehm war es mit Beiden.

Oder auch die Feststellung, dass es auch im 21.Jahrhundert noch Menschen gibt, die keinen Computer oder Smartphone besitzen und lieber Briefe schreiben wie D. aus Bern.

U. und T. aus Dresden, die mit ihrem beneidenswerten VW und ihren beiden Kleinen Montenegro bereisen. Die sehr offene, hilfsbereite und unkomplizierte Art, vielleicht auch der Dialekt, verursachte für einen kurzen Augenblick ein wenig Heimweh. Obwohl Dresden ja nicht unsere Heimatstadt ist, wir uns dort aber immer sehr wohl gefühlt haben.

Zwei Belgierinnen, die mit 16 Pfadfinderinnen unterwegs waren und sich um alle und alles gekümmert haben. Wie selbstverständlich boten sie das zu viel gekochte an oder brachten Zitronen aus dem Dorf für uns mit.

Vielen weiteren Menschen begegneten wir, die uns ‚ganz nebenbei‘ auch ihr Land näher gebracht haben.

Wir freuen uns auf Weitere.